Konzeption

Träger

Der Träger der Kleinkindgruppe „Kinderland Holzelfingen“ ist der gemeinnützige Verein „Kleinkinder Lichtenstein e.V.“.
Der freie Trägerverein wurde am 27.07.2011 von engagierten Eltern gegründet, um ein weiteres und nicht kommunales Angebot einer Kleinkindbetreuung in Lichtenstein zu schaffen.
Als erste Kleinkindeinrichtung wurde am 02.01.2012 das „Schneckenhäusle“ in Lichtenstein in Betrieb genommen.
Seit dem 01.01.2020 gehört auch unsere Einrichtung „Kinderland Holzelfingen“, welche zuvor durch den gleichnamigen Trägerverein  „Kinderland Holzelfingen e.V.“ geführt wurde, dem Träger „Kleinkinder Lichtenstein e.V.“ an.
Der Verein Kinderland Holzelfingen e.V. wurde 2011 auf Initiative von Eltern gegründet, um das Kinderbetreuungsangebot in Holzelfingen zu verbessern.

 

Die Adresse des Trägervereins lautet:
Kleinkinder Lichtenstein e.V.
Geschäftsstelle
Herr Wolfgang Keuper
Kraußstraße 2/4
72793 Pfullingen
kleinkinder@keuper-vereinsverwaltungen.de
www.kleinkinder-lichtenstein.de

 

Vorwort des Trägers

 
Liebe Eltern,
diese Konzeption ist die Grundlage unserer Arbeit und informiert Sie über uns und unsere Arbeitsweise.
 
Unsere Gesellschaft ist einem immerwährenden Wandel unterworfen.
Da sich dadurch auch die Bedingungen ändern, unter denen Kinder in unserer Welt leben, ist es uns wichtig, dass wir unsere Arbeit immer wieder reflektieren, unser Handeln überprüfen und  ggf. bestehende Formen verändern.
 
In unserem Kinderland Holzelfingen wollen wir den Kindern einen Ort bieten, an dem sie sich wohl und geborgen fühlen; an dem sie Spaß in der Gemeinschaft haben, sich selbst ausprobieren und immer neue Erfahrungen sammeln können.
Des Weiteren möchten wir für unsere Familien ein Ort sein, an dem sie sich willkommen fühlen. Wir wollen ihnen die Gewissheit geben, dass Ihr Kind bei uns gut aufgehoben ist und gefördert wird.
 
Das Kind mit seiner eigenen kleinen Persönlichkeit steht dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo.
Bei den pädagogischen Angeboten berücksichtigen wir deshalb die sensiblen Phasen, Bedürfnisse, Interessen und den Entwicklungsstand der Kinder.
 
Unser Kinderland Holzelfingen mit seinen Fachkräften ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
Um dies zu gewährleisten ist es uns wichtig, stets gut ausgebildete Betreuungskräfte in ausreichender Personalstärke zu haben. Uns liegt sehr daran, dass sich unsere Fachkräfte ständig weiterbilden und im Austausch mit anderen Einrichtungen und Institutionen neue Ideen und Möglichkeiten der Kleinkindbetreuung erfahren.
 
Für die meisten Kinder ist unsere Tagesstätte der Ort, an dem sie – aus der Familie kommend – die ersten Schritte außerhalb des häuslichen Lebens machen.
Ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt beginnt – nicht nur für das Kind, sondern auch für seine Eltern.
 
In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihr Interesse an der Einrichtung und hoffe, Sie eines Tages dort begrüßen zu können. Für diejenigen, die bereits im Kinderland sind, wünsche ich eine tolle Zeit, viel Freude an weiteren Schritten ins große Abenteuer, das da „Leben“ heißt.
 
Wolfgang Keuper
Geschäftsführung Kleinkinder Lichtenstein e.V.

1. Unsere Einrichtung

 
1.1 Lage und Einzugsgebiet der Einrichtung
„Kinderland Holzelfingen“ befindet sich in einer Einliegerwohnung im Untergeschoss  eines Einfamilienhauses  in der Kreuzäckerstraße 1 in 72805 Lichtenstein-Holzelfingen. Das Gebäude liegt in einem Wohngebiet in einer verkehrsberuhigten 30er-Zone.
Das Einzugsgebiet der Einrichtung ist vorzugsweise der Ortsteil Holzelfingen sowie die anderen Ortsteile der Gemeinde Lichtenstein.
Auswärtige Kinder aus anderen Gemeinden können nur bei freien Plätzen aufgenommen werden.

       

 
1.2 Unser Betreuungsangebot
Das Betreuungsangebot der Einrichtung erstreckt sich auf Kindern im Alter zwischen einem und drei Jahren bzw. bis zum Eintritt in dem Kindergarten.
Die Kinder werden Montag bis Freitag in einer Gruppe von bis zu 10 Kindern betreut.
Durch Platzsharing können gleichzeitig mehr Kinder angemeldet sein.
 
Anmeldung und Aufnahmeverfahren
Die Anmeldung und das Aufnahmeverfahren läuft zentral über die Gemeinde Lichtenstein. Das Anmeldeformular ist im Rathaus erhältlich und kann auch von
der Internetseite der Gemeinde heruntergeladen werden.
Das ausgefüllte Anmeldeformular muss im Rathaus eingereicht werden.
Die Kriterien zur Platzvergabe sind auf der Internetseite der Gemeinde Lichtenstein einsehbar.
 
Nach der Zuteilung durch die Gemeinde und nach der Annahme des Betreuungsplatzes durch die Eltern sind weitere Formulare des Trägervereins auszufüllen:

  • Anmeldung Betreuung
  • Einverständniserklärungen der Eltern zu Abholung, zum Fotografieren, etc und zum Impfschutz
  • Anmeldung Mitgliedschaft im Verein

Die Nutzung der Betreuung im „Kinderland Holzelfingen“ setzt eine Mitgliedschaft im Trägerverein voraus. Der Mitgliedsbeitrag – steuerlich absetzbar – beträgt z.Z. 60.- Euro pro Kalenderjahr. Im Jahr des Eintritts wird der Beitrag zeitanteilig erhoben.
Die Zuteilung eines Betreuungsplatzes wird erst rechtgültig nach schriftlicher Bestätigung durch den Verein.
 
Unsere Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 7.30 bis 13.00 Uhr
 
Schließtage
Es gibt 26 Schließtage im Jahr, die zum Ende des Vorjahres festgelegt und bekannt gegeben werden. In den Schulsommerferien bleibt das Kinderland drei Wochen geschlossen. Über Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtung i.d.R. bis zum 06.01. ebenso geschlossen. 
Die Termine können dem Aushang an der Pinnwand im Eingangsbereich der Einrichtung sowie auf der Internetseite des Vereins entnommen werden.
 
Kosten
Es werden monatliche Betreuungsgelder fällig. Diese staffeln sich je nach angemeldeter Anzahl der Betreuungstage pro Woche.
Die aktuellen Beiträge sind auf der Homepage des Vereins einsehbar bzw. sind auf dem Anmeldeformular ersichtlich,
Das Betreuungsgeld wird monatlich jeweils zur Monatsmitte per Lastschrift bezahlt.
Wichtig: Eine Anmeldung kann nur erfolgen, wenn ein gültiges SEPA-Basis-Lastschriftmandat ausgefüllt ist.
Zusätzlich werden täglich 1 Euro Verpflegungskosten berechnet. Diese werden bei tatsächlicher Anwesenheit des Kindes auf einer 20er-Punktekarte abgestrichen.
Jede Punktekarte hat einen Wert i.H.v 20.- Euro und ist jeweils in bar in der Einrichtung zu bezahlen.
 
1.3 Räumlichkeiten
Unser Kinderland befindet sich im Untergeschoss eines Einfamilienhauses.
Es handelt sich um eine Einliegerwohnung mit separatem Eingang.
Diese wurde für den Kleinkindbedarf umgestaltet und entsprechend eingerichtet.
Des Weiteren stehen uns ein Außenbereich und eine Garage zur Verfügung.
 
Innenräume


 
Die Gesamtgröße der Innenräume beträgt ca.103 Quadratmeter.
Zur Verfügung stehen:
ein großer Gruppenraum (mit Funktionsbereichen) (s.Foto)
ein kleiner Gruppenraum (mit der Möglichkeit zum Rückzug und Ausruhen, der Bewegung, dem Morgenkreis und weiterem Freispiel),
ein Esszimmer (auch als kreativ Raum nutzbar),
eine Küche,
ein Büroraum,
ein Bad mit Wickelbereich, 2 Waschbecken, 1 Toilette
Flur- und Garderobenbereich (auch als Bewegungsraum nutzbar),
ein Abstellraum,
ein Personal-WC.
         
Außenbereich            

            
Zu unserem Außenbereich gehören:
Rasenfläche mit einem Sandkasten, 2 Klettertürmen mit Rutschen,
Terassenfläche mit einem Spielhäuschen,
eine Hoffläche im Eingangsbereich sowie
eine Garage mit Einfahrt und Parkmöglichkeit.
 
1.4 Personal
 
In den Einrichtungen werden die Kinder durch pädagogisch qualifizierte Fachkräfte  betreut und gebildet. Die Fachkräfte können durch weitere geeignete Personen (Zusatzkräfte) unterstützt werden. (§7 Abs.1 KiTaG) Das pädagogische Team setzt sich z.Zt aus drei pädagogischen Fachkräften zusammen.
Eine Fachkraft gemäß §7 Abs.6 KiTaG hat zusätzlich die Aufgaben der Einrichtungsleitung.
Als interne Vertretungskräfte stehen dem „Kinderland Holzelfingen“ auch  im Umgang mit Kleinkindern geeignete Betreuungskräfte zur Verfügung.
Für die Reinigung der Räumlichkeiten und Spielgeräte sind Reinigungskräfte vorhanden. Der Hauseigentümer wird in die hausmeisterlichen Tätigkeiten eingebunden.
 
 

2.Pädagogisches Konzept

2.1. Leitgedanke
 
Unsere pädagogische Arbeit steht unter dem Leitgedanken
„Hilf mir, es selbst zu tun“
nach Maria Montessori.
Die Entfaltung jedes Kindes vollzieht sich nach einem individuellen Plan, in einem Tempo, welches das Kind und nicht der Erwachsene bestimmt.
„Das Kind ist Baumeister seiner selbst.“
Es trägt den Plan für seine Entwicklung in sich.
 
Die pädagogischen Fachkräfte respektieren die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten und geben ihnen Hilfe zur Selbsthilfe.
Wir unterstützen das Kind in seiner Selbständigkeit, in seiner Fähigkeit Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
Der pädagogische Schwerpunkt liegt darin, mit Spiel und Spaß soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten, Sensibilität und Rücksichtnahme auf andere gezielt zu fördern. Vor allem im Freispiel haben die Kinder hierzu die Möglichkeit diesen Leitgedanken umzusetzen. Wir begleiten ihr tun, indem wir sie beobachten und ihnen Unterstützung und Impulse anbieten, wenn sie diese benötigen.
Sich entwickeln, wachsen, reifen und lernen, all das geschieht im Spiel, aus dem eigenen Antrieb, aus der Neugierde, mit Lust am Tun. Aus der Freude, die das Kind im Umgang mit Spiel und Alltagsmaterial entwickelt entsteht lernen.
 
Die Kinder werden gefördert:

  • sich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit zu entwickeln
  • ihr kindliches Erleben phantasievoll und kreativ zu verarbeiten
  • Wünsche und Bedürfnisse bei sich wahrzunehmen und diese mitzuteilen
  • Konflikte zu bewältigen
  • ihre Fähigkeiten schöpferisch und eigeninitiativ einzusetzen
  • Menschen in ihrer Individualität anzunehmen
  • ihre Fähigkeit Entscheidungen zu treffen

 
Die Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse der Kinder, aber auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern sind unsere Voraussetzung für eine qualifizierte pädagogische Arbeit. Von den Eltern wird konstruktive Zusammenarbeit und Engagement erwartet. Als Verein bietet das Kinderland den Eltern vielfältige Möglichkeiten, an der Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ziele mitzuwirken.
 
2.2. Rolle der pädagogischen Fachkraft
Wir, als pädagogische Fachkräfte, stellen das Kind in den Mittelpunkt unseres Handelns.
Das Kind holen wir in seiner momentanen Entwicklungsbiographie dort ab, wo es steht und machen uns als Partner und Begleiter gemeinsam mit dem Kind auf den Weg.
Wir geben jedem Kind die nötige Zeit und nehmen es in seinem individuellen Verhalten an. Wir bauen eine vertrauensvolle Beziehung, geprägt durch Respekt und Wertschätzung zu jedem Kind auf. Durch gezielte Beobachtungen nehmen wir die individuellen Interessen und Themen der Kinder wahr und regen Bildungsprozesse an.
Wir haben im Blick, dass jedes Kind in seiner Individualität auch Teil einer Gemeinschaft ist und handeln dementsprechend.
Wir als pädagogisches Fachpersonal nehmen die Rolle des Vertrauten, Begleiters, Zuhörers und Beobachters ein.  
 
2.3. Bild vom Kind
 
Jedes Kind ist einzigartig von Geburt an.
Das Kind ist Akteur, welches sich die Welt erschließt, aneignet und gestaltet. Es ist ein Individuum, das seinen eigenen Rhythmus hat und unterschiedlich viel Zeit benötigt, um sich die Welt anzueignen.
Das Kind ist ein soziales Wesen, es braucht Liebe, Vertrauen, Bindung an Bezugspersonen, Schutz, Geborgenheit und Gemeinschaft. Wir bauen diesen Rahmen auf und geben jedem Kind Raum und Zeit, um sich in seiner Persönlichkeit allseitig entwickeln zu können.
 
2.4. Verständnis vom Lernen

Kinder lernen in allen Situationen. Sie lernen von ihren Vorbildern sowie von anderen Kindern. Sie lernen miteinander und voneinander.
Raum, Zeit und Anregung bilden den Rahmen für das Lernen mit allen Sinnen.
Kinder lernen mit hoher Geschwindigkeit und Intensität. Sie lernen wirkungsvoller aus eigenem Antrieb.
 
2.5. Freispiel

Das Freispiel hat in unserem Tagesablauf einen großen Stellenwert.
In dieser Zeit haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Spielauswahl selbst zu treffen, das Spielen selbstständig zu gestalten und ihre Spielpartner zu wählen.
Hier haben die Kinder die Chance ihre Fantasie und Kreativität frei auszuleben.
Dabei können sie ihre eigene Persönlichkeit entwickeln und ihre Vorlieben erkennen.
Sie agieren selbstständig und erwerben Fähigkeiten.
Es entstehen Ideen, die gleich umgesetzt werden. Die Kinder entwickeln ein Körpergefühl. Sie überwinden Grenzen und gewinnen an Sicherheit. Der Wortschatz wird erweitert und sie lernen sich verbal auszudrücken.
Das Freispiel hat einen ausgleichenden Charakter. Kinder verarbeiten Gesehenes und Erlebtes.
Während des Freispiels haben die pädagogischen Fachkräfte eine eher passive Rolle. Sie schaffen eine anregende Umgebung, beobachten die Kinder im Spiel und geben, wenn nötig Impulse. Durch Beobachtungen wird erkannt welche Bedeutung bestimmte Themen, Rollen, Figuren oder Gegenstände für die Kinder haben.
 
2.6. Bildungsbereiche
 
Insgesamt gibt es sechs Bildungsbereiche, die im „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen“ erläutert werden:

  1. Körper
  2. Sinne
  3. Sprache
  4. Denken
  5. Gefühl und Mitgefühl
  6. Sinn, Wert, Religion

Körper

In den ersten Lebensjahren eines Kindes werden wichtige Grundlage für ein positives Körpergefühl, Gesundheitsbewusstsein und richtige Ernährung gelegt. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind Motoren für die gesamte körperliche, soziale,psychische und kognitive Entwicklung des Kindes.
Durch Bewegung nimmt das Kind Kontakt zu seiner Umwelt auf. Es braucht sie, um sich gesund entwickeln und wohlfühlen zu können.
Wir bieten den Kindern tägliche Bewegungsmöglichkeiten in unseren Räumlichkeiten sowie im Garten an. Hier können sie ihre grobmotorischen Fertigkeiten erproben und ihre Geschicklichkeit üben. Feinmotorischen Fähigkeiten werden durch Malen, Kleben, Schneiden und Puzzeln gefördert.
Auch Ruhezeiten sind wichtig und finden in unserer Einrichtung nach individuellen Bedürfnissen der Kinder statt.
Eine gesunde Ernährung ist Voraussetzung für Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. In unserer Einrichtung bieten wir das gemeinsame Frühstück mit frischem Obst und Gemüse und anderen Produkten von einem regionalen Bioladen. Mehr dazu im Kapitel Gesundheitsförderung.
 
 Sinne
Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken die Welt durch Körper- und Bewegungswahrnehmung, durch Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken.
Sinne sind angelegt, sie müssen durch Erfahrungen vielfältiger Art geschärft und weiterentwickelt werden. In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern verschiedene Möglichkeiten dieses zu tun: durch unterschiedliche Materialien, Bilderbücher, Sprache, Stimme, Lieder, Klatschen, Tanzen, Essen.
 
Sprache
Kinder sind von Anfang an von Sprache umgeben.
Als Säuglinge nehmen sie Kontakt über Mimik, Gestik, Körperhaltung und Intonation mit ihren Bezugspersonen auf. Diese müssen bereit sein, die nonverbalen und lautlichen Signale des Kleinkindes zu verstehen und zu beantworten.
Auch um Sprache entwickeln zu können, erfährt das Kind Akzeptanz, Wärme und Liebe. So werden die Kinder ihre Motivation zur Kommunikation und damit auch zum Erwerb der Sprache aufrechterhalten.
In unserer Einrichtung legen wir großen Wert darauf, viele sprachliche Anregungen zu geben. So werden die Kinder morgens herzlich begrüßt, jedes Kind mit Namen angesprochen und es wird die Gelegenheit gegeben über ihre Befindlichkeit und alles was ihnen am Herzen liegt zu berichten.
Während des ganzen Tagesablaufes hat Sprache eine besondere Bedeutung. Es werden Bilderbücher angeschaut und auch das Puzzeln oder Basteln sprachlich begleitet. Im Morgenkreis bekommt jedes Kind während des Begrüßungsliedes die Möglichkeit seinen Namen zu nennen, bei weiteren Liedern mitzusingen, bei Fingerspielen und Reimen mitzusprechen.
Wir nehmen uns Zeit für persönliche Gespräche mit dem einzelnen Kind.  
 
Denken
Durch die sinnliche Wahrnehmung und Handlung beginnt das Kleinkind strukturiert zu denken. Von Anfang an ist Denken auf Beziehung angewiesen. Das Kind braucht von seinen Bezugspersonen emotionale, nonverbale und verbale Anregungen und Reaktionen auf sein Handeln.
Anfangs denken Kinder in Bildern und drücken sich über Bilder aus. Mit fortschreitender Sprachentwicklung schreitet auch die Denkfähigkeit fort. Vom bildhaften Denken entwickelt sich das Logische.
Kinder sind von Natur aus neugierig und an ihrer Umwelt interessiert. Um die Welt zu verstehen und sich diese zu erschließen, Fragen zu stellen und Antworten zu suchen, ist selbstständiges Denken erforderlich.
In unserer Einrichtung sorgen wir für eine anregungsreiche Umgebung. Kinder werden zum Nach- und Mitdenken aktiviert. Wir stellen verschiedene Materialien zur Verfügung (Bausteine, Perlen usw.), um Ordnungen und Kategorien zu finden und selbst zu bilden. Kinder werden angehalten Dinge zu vergleichen (größer als, kleiner als, gleich). Von Kindern gestellte Fragen werden von uns geduldig, freundlich und kindgerecht beantwortet bzw. die Kinder werden zur selbständigen Findung der Antwort angeregt.


 
Gefühl und Mitgefühl
Ein Kind nimmt schon sehr früh z.B. Körperbewegungen, Gesichtsausdrücke und Blicke seiner Bezugspersonen wahr, deutet sie und kann sich daran erinnern. Es findet ein wechselseitiges Aufnehmen und spiegelndes Zurückgeben mit der Bezugsperson statt. Das ist der Ausgangspunkt jeder zwischenmenschlichen Beziehung und Bindung. Zu unserem gemeinschaftlichen Leben gehören Emotionen. Ob wir uns freuen, traurig oder wütend sind, sie begleiten uns ständig. Doch der Umgang mit ihnen muss gelernt werden. Dabei muss das Kind drei wesentliche aufeinander aufbauende Fähigkeiten erwerben. Zum einem soll sich ein Kind ein Bewusstsein über die eigenen Emotionen aneignen. In einem zweiten Schritt soll ein Kind lernen, seinen Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert zu sein. Es muss lernen angemessen damit umzugehen und sich in einer sozial verträglichen Weise auszudrücken. Darüber hinaus kann das Kind sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl aneignen. Hier geht es darum, die Emotionalität anderer Menschen wahrzunehmen und darauf angemessen zu reagieren.
In unserer Einrichtung geben wir den Kindern die Möglichkeit sich selbst kennenzulernen, ihre Gefühle und die der Anderen wertzuschätzen.


 
Sinn, Werte, Religion 
Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen und entwickeln vom ersten Lebenstag an in der Interaktion Vorstellungen von sich selbst, der Welt und dem Leben mit anderen. Um mit der Fülle von Eindrücken und Anforderungen zurecht zu kommen, brauchen sie Hilfen zur Strukturierung, Sinngebung und Wertverständnis.
In der Auseinandersetzung mit ihren Bezugspersonen (z.B. Eltern, Gleichaltrige, Erzieherinnen) lernen Kinder Werte und Einstellungen kennen und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit.
Es ist uns wichtig, dass Kinder den Umgang mit Freiheiten und Grenzen einüben.
Wir achten darauf, dass die aufgestellten Regeln eingehalten werden.
Da die christliche Religion unsere Kultur prägt, möchten wir dies den Kindern mit auf den Weg geben. Zum Beispiel, wird vor dem Frühstück ein Tischgebet gesprochen, es werden christliche Feste wie Weihnachten und Ostern gefeiert.
 
2.7  Gesundheitsförderung
Bewegung und Ruhe, Essen und Trinken sowie Körperpflege sind wichtige Bausteine bezüglich der Gesundheitsförderung der Kinder in unserer Einrichtung.


 
Gemeinsames Frühstück
ist ein wichtiger Teil unseres Tagesablaufs.
Das Essen wird von uns täglich frisch zubereitet.
Jeden Tag gibt es Obst (Apfel, Birne, Banane und je nach Saison ein anderes Obst)
und Gemüse (Gurke, Karotte oder Tomaten), welche wir über dem regionalen Lieferanten „AboBioKiste“ in Gomadingen beziehen. Das Angebot besteht fast ausschließlich aus Bio-Produkten. Neben dem Obst und Gemüse bekommen die Kinder abwechselnd Brot mit Butter oder Frischkäse und Wurst oder Käse bzw.
 
wahlweise Marmelade sowie an einem Wochentag Müsli oder Knäckebrot. Zum Trinken bieten wir Soda Stream Mineralwasser an.
Wir legen Wert auf Esskultur und unterstützen die Kinder schon früh beim selbständigen Essen.
 
Bewegung
hat in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Durch Bewegung nimmt das Kind Kontakt zu seiner Umwelt auf. Es braucht sie, um sich gesund entwickeln und wohlfühlen zu können. Unsere Räumlichkeiten sowie unsere Außenanlage bieten viel Platz für die Krabbelkinder und Kinder, die schon selbständig laufen können. Unsere Materialien wie Matten, Rutschfahrzeuge usw. laden die Kinder täglich zur Bewegung ein.
Kinder unter drei Jahren brauchen Ruhe- und Entspannungsphasen.
Der gesamte Tagesablauf in der Kleinkindgruppe ist mit vielen neuen Eindrücken, Sinnesreizen und Anregungen verbunden. Dies erfordert von dem Kind viel Kraft und Energie. Nach individuellen Bedürfnissen begleiten wir das Kind, wenn es Ruhe braucht.
Unsere Kuschelecken bieten die Möglichkeit, sich hinzusetzen, ein Bilderbuch in Ruhe zu betrachten oder sich kurz hinzulegen und neue Kraft zu tanken.
Unser Schlafraum bietet Platz zu ungestörtem Schlaf.


 
Auch Körperpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsförderung in unserer Einrichtung. Vor und nach dem Frühstück und nach jedem Toilettengang werden die Hände gewaschen. Alle Wickelkinder werden im Laufe des Tages nach Bedarf bzw. einmal gegen Ende des Vormittags von der jeweiligen Bezugsperson gewickelt. Die Windeln werden von der Einrichtung gestellt.
 
2.7  Beschwerdemanagement
 
Ein Beschwerdemanagement ermöglicht einen fachlichen und zielgerechten Umgang mit Beschwerden und persönlichen Anliegen aller Beteiligten. Eine Beschwerde ist eine Form der Mitteilung, die aufzeigt, dass Klärungsbedarf und eventuell Optimierungsmöglichkeit besteht.
Sie als Eltern können ihre Fragen und Anliegen mit den Erzieherinnen in Form der sogenannten „Tür- und Angelgespräche“ beim Bringen und Abholen der Kinder besprechen.
Oder Sie vereinbaren einen Gesprächstermin mit den Fachkräften oder der Geschäftsstelle des Trägervereins
 
2.8  Erziehungspartnerschaft
 
Erziehungspartnerschaft bedeutet die gemeinsame Verantwortung von uns und den Eltern für das Wohl und die Förderung des Kindes. Voraussetzung ist die gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung.
Die Transparenz der pädagogischen Arbeit sowie der regelmäßige Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Trägervereins sind wichtige Bestandteile einer gelungenen Erziehungspartnerschaft.
Der erste Kontakt wird meistens telefonisch geknüpft. Gerne zeigen wir den Eltern unsere Einrichtung an einem vereinbarten Termin und erzählen von unserem Konzept und den Rahmenbedingungen. In diesem Gespräch wird alles über den Ablauf der Eingewöhnung mitgeteilt. Die Eltern bekommen alle notwendigen Informationen und Fragen werden beatwortet.
Die sogenannten Tür- und Angelgespräche dienen dem kurzen Informationsaustausch und sind in der Bring- und Abholzeit möglich. Nach vereinbartem Termin werden auch Elterngespräche durchgeführt.
Die Eltern werden auch in die Organisation des Adventsnachmittags und des Sommerfestes einbezogen.
 
2.9  Tagesablauf  
 
Der Tagesablauf in unserer Kleinkindgruppe wird auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder abgestimmt. Hierdurch soll das Kind einen festen Rhythmus und auch Orientierungshilfe bekommen.

7.30-9.00 Bringzeit
7.30-9.30 Freispielzeit, gezielte Spiel- und Bastelangebote
9.30-9.50 Morgenkreis
10.00-10.30 Frühstück
10.30-12.00 Spaziergänge, Garten-, Freispiel- und Wickelzeit.
12.00-13.00 Abholzeit

3. Das Team

Voraussetzung für eine effektive Zusammenarbeit ist eine kooperative Teamarbeit. Jede Mitarbeiterin wird als Persönlichkeit geachtet und bringt ihre individuellen Fähigkeiten ein.
Neben täglichen Gesprächen und Absprachen trifft sich das Team regelmäßig zur Besprechung. Hier wird das Raum- und Materialangebot überdacht, Organisatorisches geklärt sowie der Entwicklungsstand der Kinder ausgewertet, um deren Interessen und Themen aufgreifen zu können. Durch den regelmäßigen Austausch werden alle Mitarbeiterinnen über verschiedene Anliegen und Aktualitäten informiert und bei Bedarf gemeinsame Entscheidungen getroffen.
Die Teammitglieder unterstützen einander gegenseitig und handeln stets zum Wohle des Kindes.

 
4. Gestaltung von Übergängen

4.1. Eingewöhnung
 
Die Eingewöhnung des Kindes in der Einrichtung besteht aus mehreren Phasen, durch die es von einem Elternteil und uns als pädagogisches Team, insbesondere durch die Bezugserzieherin, begleitet wird.
Unser Vorgehen lehnt sich an dem Berliner Eingewöhnungsmodell an.  
Das Aufnahmegespräch
bzw. Schnuppern in der Einrichtung- das ist der erste ausführliche Kontakt zwischen Eltern und den Mitarbeiterinnen bzw. der Bezugserzieherin. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht das Kind mit seinen Bedürfnissen und die Eingewöhnung des Kindes in die Kleinkindgruppe. Hier wird ein Termin festgelegt, an dem die Eltern mit dem Kind das Kinderland Holzelfingen besuchen.

Die Grundphase
Ein Elternteil mit dem Kind kommt zu dem vereinbarten Termin in die Einrichtung. Die ersten drei Tage sind beide ca.1 Stunde (von 8.30- 9.30 Uhr) anwesend und es findet keine Trennung statt.
Das Kind lernt die Räumlichkeiten und die Bezugserzieherin kennen. Diese beobachtet das Kind, versucht seine Interessen zu erkunden, sie nähert sich dem Kind behutsam und bietet sich ihm als Bezugsperson an. Der Elternteil verhält sich passiv.
Der erste Trennungsversuch erfolgt am 4.Tag. Erst hält sich der Elternteil noch im Gruppenraum auf, dann verabschiedet er sich nach einigen Minuten und verlässt den Gruppenraum für max.30 Minuten, bleibt aber in der Einrichtung.
Am fünften und den folgenden Tagen wird die Trennungszeit gesteigert. Die wird individuell angepasst, abhängig von dem Verhalten des Kindes. Lässt es sich von der Bezugserzieherin ablenken oder trösten, steigert sich die Trennungszeit schneller. Weint es und lässt sich nicht trösten, wird die Eingewöhnungszeit länger. Wenn die Trennungszeit von mehr als 1 Stunde erreicht ist, kann der Elternteil die Einrichtung für eine vereinbarte Zeitspanne verlassen, ist aber jederzeit erreichbar.   
Allgemein empfehlenswert ist es, für die Eingewöhnung 2-4 Wochen einzuplanen.
 
4.2.Übergang in den Kindergarten
 
Der Übergang in eine andere Einrichtung, mit größeren, altersgemischten Gruppen ist eine wichtige Lebenssituation für das Kind und seine Eltern. Einige Zeit vor dem Wechsel wird dies in Gesprächen und im Stuhlkreis behutsam zum Thema gemacht. Gemeinsam mit den Eltern wird der Tag des Abschiedes geplant. An diesem Tag wird die Bedeutung des Ereignisses betont. Das Kind bekommt zum Abschied seinen Portfolioordner überreicht.  
Den formellen und tatsächlichen Übergang von der Kleinkindgruppe in den Kindergarten regeln die Familien eigenständig.  

 
 5. Beobachtung und Dokumentation

Durch unsere regelmäßige Beobachtung der Kinder erkennen wir den aktuellen Entwicklungsstand. Wir beobachten ganzheitlich: die kognitive Entwicklung, Sprache, Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung und den sozial-emotionalen Bereich. Die Beobachtungen reflektieren wir im Team und mit den Eltern.
Anhand von Fotos dokumentieren wir den Alltag und besondere Situationen mit dem Kind und stellen für jedes Kind ein Portfolio her.  

6. Kooperation

Unsere Einrichtung kooperiert mit der Gemeindeverwaltung Lichtenstein, insbesondere dem Hauptamt, das für Anmeldungen und Zuteilung der Kinder zuständig ist.
Einmal jährlich besucht uns eine Mitarbeiterin der Jugendzahnpflege vom Gesundheitsamt des Landkreises Reutlingen.
Weitere Kooperationen mit anderen Institutionen wie z.B. Jugendamt, Kindergarten u.a. können sich aus unterschiedlichen Anlässen ergeben.

 
7. Öffentlichkeitsarbeit

 
In unserer Kindertagesstätte wird Öffentlichkeitsarbeit geleistet, in Form von:

  • Berichte von Vereinsereignissen in der lokalen Presse,
  • Darstellung auf der Homepage des Vereins Kleinkinder Lichtenstein e.V.

  
Lichtenstein, im August 2020